Augen-Laser-Klinik Lohr erhält Umweltzertifikat
19.08.2008 12:08 von Annette Schmitt-Lieb
Lohr, den 18.06.2008. Die Augen-Laser-Klinik in Lohr wurde als erste klimaneutrale Augenklinik zertifiziert. Zusammen mit First Climate aus Bad Vilbel wurden die durch den Betrieb der Klinik verursachten Treibhausgas-Emissionen berechnet. Zum Ausgleich der Emissionen unterstützt die Augen-Laser-Klinik ein Klimaschutzprojekt in Südamerika.
Der eigentliche Grund für die Zertifizierung und das Engagement in diesem
Bereich war die Neugierde. Dr. Michael Armbrust, Ärztlicher Leiter der Klinik
sagte dazu: „Zwar haben wir bereits beim Klinikbau einige Punkte berücksichtigt,
wie z.B. die Klimatisierung über eine Wärmepumpe, begrünte Dachflächen und
Sammlung der Oberflächenabwässer. Aber wir wollten wissen, wie hoch die
Umweltverschmutzung durch unsere Klinik trotz all der Maßnahmen noch sein kann.“
So wurden in einer Emissionsberechnung u.a. Papierverbrauch, Arbeitswege der
Mitarbeiter und Energieverbräuche erhoben. Zusammen mit einem
Sicherheitsaufschlag ergab sich eine jährliche Belastung von umgerechnet
42 Tonnen CO², für die die Augen-Laser-Klinik
verantwortlich ist.
„Wenn man die Zahlen sieht, fasst man doch den
Entschluss, etwas dagegen zu tun“ reagierte Dr. Michael Armbrust auf das
Resultat. Die Augen-Laser-Klinik hat sich daher neben der Realisierung von
Einsparungspotentialen auch entschlossen, ein Klimaschutzprojekt in Brasilien zu
unterstützen. Dort wird jetzt eine Keramikfabrik von Feuerholz auf die Beheizung
mit Reishülsen, ein Abfallprodukt der Reisernte, umgestellt.
Die
Funktionsweise von Klimaneutralität ist bestechend einfach: aus
Klimaschutzperspektive sollten Treibhausgas bzw. CO2-Emissionen – wo immer
möglich – bereits im Ansatz vermieden bzw. reduziert werden. Für Unternehmen und
Verbraucher ist dies jedoch nicht in allen Fällen realisierbar bzw. nur mit
unverhältnismäßig hohem Aufwand möglich – i. d. R. können Veranstaltungen,
Unternehmensprozesse oder Produkte nicht emissionsfrei produziert bzw.
genutzt werden. Doch auch bei unvermeidbaren Emissionen besteht eine Option zum
Klimaschutz – die der Klimaneutralität. Dem Prinzip der Klimaneutralität liegt
die Grundidee der Klimabalance zu Grunde: Treibhausgase haben eine globale
Schädigungswirkung – für den Klimaschutz ist es irrelevant, wo Emissionen
entstehen bzw. vermieden werden. Hieraus ergibt sich die Möglichkeit,
unvermeidbare Emissionen von Treibhausgasen an einem Ort durch zusätzliche
Klimaschutzmaßnahmen an einem anderen Ort zu neutralisieren.

