Brille, Linse oder Laser
10.03.2011 11:45 von Annette Schmitt-Lieb
Umfrage offenbart immer noch großen Aufklärungsbedarf hinsichtlich Augenlaserkorrekturen
Viele Deutsche mit einer Sehschwäche haben immer noch große Bedenken
gegenüber Augenlaseroperationen. Eine von der "Apotheken Umschau" in
Auftrag gegebene Studie ergab, dass knapp die Hälfte der Befragten
(47,1%) Angst davor hat, sich die Augen lasern zu lassen. Dies ist zwar verständlich, aber in der
Augenheilkunde findet der Laser seit mehr als 25 Jahren Verwendung. Und: Die Korrektur der Fehlsichtigkeit mit dem LASIK-Verfahren ist neben der
Grauen-Star-Operation mittlerweile die am häufigsten durchgeführte
Operation überhaupt.
Millionenfach angewandt hat sich die LASIK
weltweit etabliert und gilt als ausgereiftes, medizinisch anerkanntes
Verfahren. Dies lässt sich auf mehrere Faktoren zurückführen: Zum
einen haben die Augenchirurgen inzwischen einen großen Erfahrungsschatz
erworben, zum anderen ist die technische Entwicklung der
Operationsinstrumente, wie zum Beispiel des Femtosekunden-Lasers, sehr
weit vorangeschritten. Dadurch konnte die Komplikationsrate bei
Operationen durch erfahrene Augenchirurgen in den Promillebereich
gesenkt werden. Zudem liegen mittlerweile umfangreiche Studien vor. So
belegt etwa eine Langzeit-Studie von Forschern der Universitäten
Alicante und Ankara, dass der Eingriff die Sehschärfe auch langfristig
zurückbringt. Entsprechend hoch ist auch die Patientenzufriedenheit.
Laut "Apotheken Umschau" gab der Personenkreis mit bereits erfolgter
Augenlaserkorrektur an, mit dem Ergebnis "sehr zufrieden" zu sein.
Untersuchungen
der US-Streitkräfte ergaben außerdem, dass weder eine stärkere
Einschränkung des Sehvermögens in großen Höhen gegenüber
Normalsichtigen festgestellt werden konnte, noch eine
Hornhaut-Instabilität unter extremen Druckverhältnissen. Die Ergebnisse
waren so überzeugend, dass sich in den USA selbst Kampfpiloten und
Astronauten einer Augenlaserkorrektur unterziehen dürfen. Dies ist ein
weiterer, klarer Hinweis für die hohen Sicherheits- und
Effektivitätsstandards der LASIK.

Von Augenärzten wird der
Eingriff als so sicher angesehen, dass sich überdurchschnittlich viele
selbst behandeln lassen. Nach einer bereits 2004 unter deutschen
Augenärzten durchgeführten Umfrage gab jeder Dritte an, dass er sich -
bei bestehender Indikation - selbst lasern lassen würde. In unserer Klinik haben sich bereits Dr. Michael Armbrust sowie Dr. Tilman Littan behandeln lassen. Die vom
VSDAR durchgeführte Studie ergab außerdem, dass sich zum damaligen
Zeitpunkt bereits 2% aller Befragten einer LASIK unterzogen haben.
Gemessen an der Gesamtzahl aller bis dahin in Deutschland
durchgeführten Operationen ergibt dies im Vergleich zum
Bevölkerungsdurchschnitt eine zehnmal höhere Quote.
Wer sich
von Brille oder Kontaktlinsen verabschieden möchte, sollte bei der
Auswahl seines Operateurs jedoch kritisch sein. Aufgrund der Vielzahl
in- und ausländischer Angebote fällt es Patienten zunehmend schwer,
sich ein klares und objektives Bild zu machen. Erfahrung des Chirurgen,
regelmäßige Fortbildung und Qualitätssicherung sind wichtige
Kriterien. Eine Orientierungshilfe liefert hier zum Beispiel der
LASIK-TÜV. Unter www.tuev-sued.de/lasik finden Sie weitere Informationen.

Quelle:
Eine repräsentative Umfrage des
Gesundheitsmagazins "Apotheken Umschau", durchgeführt von der GfK
Marktforschung Nürnberg bei 1031 Männern und Frauen ab 14 Jahren, die
eine Brille oder Kontaktlinsen tragen.

