Schnelle Hilfe aus privater Hand – Dr. Michael Armbrust spendet Netzhautlaser
05.08.2009 08:16 von Annette Schmitt-Lieb
Soziales Engagement in Namibia
Namibia, Lohr, den 05.08.2009.
Die Abteilung für Augenerkrankungen im Windhoeker Staatskrankenhaus hat
ein neues Lasergerät erhalten. Augenarzt Dr. med. Michael Armbrust, der in Lohr
die Augen-Laser-Klinik leitet, organisierte sofort ein solches Gerät im Wert von
35 000,-€, als er erfuhr, dass das alte nicht mehr funktionstüchtig war.
Nun können wieder
Patienten mit Erkrankungen der Netzhaut behandelt werden. Mit dem Lasergerät
kann unter anderem gegen Netzhautablösung vorgebeugt, sowie Blindheit bei
Diabetikern verhindert werden.
Seit
vielen Jahren unternehmen Operationsteams der Augenklinik Lohr unter der Leitung
von Dr. med. Michael Armbrust Reisen in ferne Länder um dort humanitäre Hilfe in
der augenärztlichen Versorgung für die armen Bevölkerungsgruppen
anzubieten.
Namibia ist 2,3mal so groß wie
Deutschland und verfügt seit Monaten über keinen funktionstüchtigen Laser. Eine
Neuanschaffung erfolgte nicht, obwohl der Laser zur medizinischen Grundausstattung
gehört.
Mit dem sogenannten Argon-Laser werden
Operationen am hinteren Augenabschnitt durchgeführt. Man behandelt damit eine
erkrankte Netzhaut, z.B. bei Diabetes mellitus, bei altersbezogener
Makuladegeneration, zur Vermeidung einer Netzhaut-Ablösung und bei Grünem Star zur
Augeninnendrucksenkung. All diese Augenerkrankungen sind sehr häufige
Erblindungsursachen; nicht nur in Entwicklungsländern.
Der letzte Einsatz führte die Lohrer
Spezialisten in den Nordosten Namibias, zwischen den nördlich
angrenzenden Ländern Angola und Sambia und dem südlich angrenzenden Botswana –
dem Caprivi-Zipfel. Die Mission erfolgte erneut auf Einladung des namibischen
Gesundheitsministeriums und unter Vorbereitung der amerikanischen
Hilfsorganisation SEE (Surgical Eye Expedition). Diesen Montag kehrte das OP-Team wohlbehalten
wieder nach Deutschland
zurück.

